Q2 Gardasee

Obwohl wir den ganzen Tag die warme Luft aus der Klimaanlage durch den Bungalow gejagt haben, war die Nacht immer noch sehr frostig. Zwischendrin war immerhin der Küchen- und Wohnbereich vom Kochen erwärmt. Aber das sture Fenstergeschlossenhalten wurde mit dem Auslösen des Feuermelders bestraft, woraufhin nochmal komplett durchgelüftet werden musste. Da wir aber erst um Halb 10 fertig sein sollen, bleibt genügend Zeit für eine ausgiebige heiße Dusche. Entlang der Promenade schlendern wir zum Hafen und können Peschiera del Garda erkunden. Mit dem Boot geht es in das süße Bardelino. Bei strahlendem Sonnenschein und einer frischen Brise Wind machen wir Titanikbilder und bestaunen das Bergpanorama mit den eindrucksvollen Villen und Burgen am Ufer. An Land warten die Busse, die uns auf engen Uferstraßen zum Monte Baldo bringen. Als man gerade schon die hervorragende Organisation loben wollte, befand sich die Gondel auf den Monte Baldo in Wartungsarbeit für immer und ewig. Aber aufgrund der Flexibilität und Spontanität der Begleiter erklimmen manche zu Fuß den Berg (oder zumindest einen Teil) während andere die Burg und den Ort von Malcesine besuchen. Es tut sehr gut, sich endlich nochmal auszupowern und sich die tolle Aussicht auf den See und die Berge zu erarbeiten. Zum Schluss bleibt auch noch genügend Zeit, am See die Sonne zu genießen bis es zurück zum Camp geht. Dort wird Fußball gespielt, gekocht und sich auf die optionale Tour nach Sirmione vorbereitet oder von manchen im See die Kälteresistenz ihres Körpers getestet. Sirmione stellt sich im Vergleich zu Venedig und Verona als gut erhaltene wunderschöne Stadt heraus. Mit dem teuersten und leckerstem Eis bisher und touristenfreien Gässchen eignet sich die Halbinsel hervorragend zum Herumschlendern im Sonnenuntergang. Viel lustiger ist aber die Busfahrt mit Ballermannhits, Helene-Fischer-Songs und dem ein oder anderen nicht ganz jugendfreiem Lied. Und Geschichtsexkurse gibt es auch: DJ Dietmar legt eine Platte auf, die eindrucksvoll erklärt, weshalb die Ritter ausgestorben sind. Abends erlauben die Betreuer eine Extrastunde außerhalb des eigenen Bungalows. Die Vorfahrt geht nun leider zu Ende…